Geschäftsbericht 2010

HYPO NOE Bankengruppe: Solide Bilanz 2010 und über EUR 1 Mrd. Neu-Kreditvolumen

Harold: Die starke operative Performance des letzten Jahres unterstreicht erneut die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells der HYPO NOE Gruppe

• Über EUR 1 Mrd. Kommunal- und Kommerzkredit-Neugeschäft
• Konzernüberschuss (IFRS) nach Minderheiten (Nettogewinn) erreicht EUR 7,1 Mio.
• Bilanzsumme wächst von EUR 11,6 Mrd. auf EUR 12 Mrd.
• Kernkapitalquote mit 11,5 % und Eigenmittelquote mit 17,3 % weiter auf hohem Niveau

St. Pölten (18.04.2011) – Die Erfolgsentwicklung des HYPO NOE Bankkonzerns war 2010 durch einen weiterhin hohen, stabilen Nettozinsüberschuss von EUR 135,1 Mio. geprägt. Der Konzernüberschuss nach Steuern und Minderheiten erreichte EUR 7,1 Mio.  „Ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis, das uns durch die Konzentration auf unser Kerngeschäft, trotz Rückstellungen der HYPO NOE Gruppe Bank AG für eine potenzielle Zinsvorschreibung der FMA, gelungen ist“, kommentiert Dr. Peter Harold, Vorstandsvorsitzender der HYPO NOE Gruppe, das heute veröffentlichte Vorjahresergebnis. „Wir konnten 2010 konzernweit ein Kreditvolumen von über 1 Mrd. Euro an Betriebe und Gemeinden neu vergeben. Dies vor allem in unseren Kernmärkten Niederösterreich und Wien, was unseren „Landesbank“-Fokus und unsere ausgeprägte Regionalbank-Strategie, basierend auf Stabilität, Kundennähe und qualitätsorientiertem Wachstum, unterstreicht. Wir fungieren damit als regionaler Konjunkturmotor und schufen 2010 auch 34 neue Netto-Arbeitsplätze in unserem Unternehmen.“

 

Erfolgsentwicklung im Konzern (IFRS)
Infolge des weiterhin niedrigen Zinsniveaus im Berichtsjahr erreichte der Zinsüberschuss wieder ein hohes Niveau von EUR 135,1 Mio. (2009: EUR 138,6 Mio.). Die Risikokosten verringerten sich von EUR 34,1 Mio. auf 17,7 Mio., vor allem bedingt durch günstige Entwicklungen im Kreditportefeuille in der HYPO NOE Gruppe Bank AG. Das sonstige betriebliche Ergebnis zeigt einen Aufwandssaldo von EUR -47,6 Mio. (2009: EUR +4,1 Mio.), welches vor allem auf die Dotierung einer Rückstellung für eine drohende Zinsvorschreibung aus dem laufenden FMA-Ermittlungsverfahren, das die Überschreitung der Großveranlagungsgrenzen zum Gegenstand hat, zurückzuführen ist.
Mit dem Land Niederösterreich als starken Eigentümer konnte die HYPO NOE Gruppe, die 2010 insgesamt 638 MitarbeiterInnen beschäftigte, wichtige Projekte wie etwa im Infrastrukturbereich für Wirtschaft, Gemeinden und die Bevölkerung des Landes Niederösterreich ermöglichen und im Kommerzbereich maßgeschneiderte Finanzlösungen  anbieten. Die Konzernbilanzsumme stieg 2010 von EUR 11,6 Mrd. auf EUR 12 Mrd. an und die Kernkapitalquote befindet sich mit 11,5 Prozent (2009: 11,1 Prozent) weiter auf hohem Niveau.

 

Public Finance & Corporates boomt
2010 konnte die HYPO NOE Gruppe ihr Public Finance-Team weiter verstärken und ihren Kunden insbesondere umfangreiche Erfahrungen im Bereich der Infrastrukturfinanzierung zur Verfügung stellen. Aufgrund der Spezialisierung auf den öffentlichen Hochbau wie etwa Krankenhaus- und Schulfinanzierungen sowie auf klassische Infrastruktur, konnten eindrucksvolle Geschäftserfolge erzielt werden. Alleine im Bereich Public Finance & Corporates Österreich wurden Kredite in der Höhe von rund EUR 637 Mio. neu vergeben; das aushaftende Volumen des Kreditbestands stieg 2010 um fast 11 Prozent auf EUR 5,6 Mrd. Public Finance International erzielte ein Neugeschäft von rund EUR 200 Mio. Gemeinsam mit den Konzerngesellschaften HYPO NOE Leasing und HYPO NOE Real Consult wurde die führende Stellung der Bank im öffentlichen Hochbau in Österreich weiter ausgebaut.
Ziel von Public Finance für 2011 ist die intensive Strukturierung von Infrastrukturprojekten sowie die Kooperation mit Gebietskörperschaften und Unternehmenskunden.

 

Real Estate Finance national und international erfolgreich
Neugeschäft konnte auch im Geschäftsfeld Real Estate Finance mit einer Neuvergabe an Krediten für Gewerbeimmobilien in der Höhe von rund EUR 100 Mio. generiert werden. Bei der 2010 erfolgreich gestarteten, selektiven Auslandsexpansion erfolgte die Konzentration auf die Kernmärkte Deutschland, Ungarn, Polen, Tschechien und Slowakei.  Für das Jahr 2011 werden vom Real Estate Finance-Team weitere attraktive Geschäftsmöglichkeiten mit einem ausgewogenen Ertrags- und Risikopotential in den Kernmärkten erwartet.

 

HYPO NOE Landesbank AG untermauert ihre KMU-Kompetenz (UGB)
Die HYPO NOE Gruppe hat auch im Geschäftsjahr 2010 ihren Auftrag als „regionaler Finanzversorger“ über ihre 100-Prozent-Tochter HYPO NOE Landesbank erfüllt. Als Universalbank für Privatkunden, Firmenkunden und Freiberufler ist die Landesbank in den Kernmärkten Niederösterreich und Wien mit besonderen Schwerpunkten in den Bereichen Wohnbaufinanzierung, Mittelstandsfinanzierung (KMUs) und Private Banking gut aufgestellt: Über 61.000 Bankkunden, 28 Filialstandorte und gemäß UGB eine Bilanzsumme von EUR 2,34 Mrd. (2009: EUR 2,16 Mrd.) unterstreichen die niederösterreichische HYPO als soliden Partner in Finanzangelegenheiten.

So ist die HYPO NOE Landesbank in ihrer Kernkompetenz - der Ausleihung für die Wohnraumschaffung – laut OeNB-Statistik 2010 um rund 50 Prozent stärker gewachsen (+14 %) als der Gesamtmarkt in Österreich (+9 %).  Bei den Kommerzfinanzierungen konnte ein Wachstum von 7,4 Prozent verzeichnet werden, während der Gesamtmarkt in Österreich nur um 2,4 Prozent wuchs. An Neu-Kreditvolumen konnten 2010 im Bereich Kommerzkunden rund EUR 149 Mio. vergeben werden. Damit untermauert die HYPO NOE Landesbank ihre Bedeutung als wichtiger Partner für Klein- und Mittelbetriebe sowie den kommerziellen Wohnbau. Im Veranlagungs- und Wertpapierbereich ist es im gesamten Jahresverlauf gelungen, durch den verstärkten Ausbau von Beratungskompetenzen und ein gestiegenes Kundeninteresse das Depotvolumen um knapp 9 Prozent zu erhöhen und damit über dem Markt zu wachsen; hingegen wurden im Hinblick auf die gute Refinanzierungssituation nicht alle Potentiale im Konditionenwettbewerb ausgereizt und damit eine gewisse Einlagenreduktion in Kauf genommen. Markant sind auch die 12-prozentige Steigerung der Betriebserträge von EUR 47 Mio. (2009) auf EUR 52,9 Mio. und das Zwei-Drittel-Plus im Betriebsergebnis (von EUR 9,4 Mio. auf EUR 15,7 Mio.), welches sich somit wieder auf Vorkrisenniveau befindet.

Aufgrund der wirtschaftlichen Lage in Österreich sowie der weltweiten Finanzkrise hat die HYPO NOE Landesbank im Geschäftsjahr 2010 eine einmalige Spezialanalyse ihres Kreditportfolios durchgeführt: Trotz der vorsorglichen Bildung umfangreicher Wertberichtigungen im Geschäftsjahr 2010 hinsichtlich des von der HYPO NOE Landesbank AG gehaltenen Portfolios ausfallgefährdeter Kredite im Privat- und Kommerzkundenbereich konnte ein knapp positiver Jahresgewinn erreicht werden. In diesen bewegten Zeiten konnte die HYPO NOE Landesbank das Bedürfnis der Kunden nach Sicherheit und Stabilität im abgelaufenen Geschäftsjahr erfüllen und sieht dies weiterhin als Auftrag für die kommenden Jahre.

HYPO NOE Gruppe präsentiert sich mit neuem Dachmarken-Konzept neu und unverwechselbar
Im Rahmen ihrer Qualitätsoffensive stellte die HYPO NOE Gruppe (vormals HYPO Investmentbank-Gruppe) im Herbst 2010 alle Filialstandorte in Niederösterreich und Wien hinsichtlich ihrem äußeren Erscheinungsbild um. Grund dafür war ein näheres Zusammenrücken und die erhöhte Nutzung von Synergien im Konzernverbund. Mit dem Rebranding positionierte sich die HYPO NOE Gruppe 2010 neu. „Gerade in Zeiten, in denen Vertrauen und Sicherheit bei Banken mehr denn je im Vordergrund stehen, war es uns wichtig, unter den HYPO-Banken unverwechselbar mit neuem Logo und neuem Namen aufzutreten“, begründet Generaldirektor Peter Harold das neue Dachmarkenkonzept. Durch die Schaffung der neuen Dachmarke schärft die HYPO NOE Gruppe 2010 ihr Komplettangebot und den gemeinsamen externen Auftritt.