Digitale Fallen erkennen: HYPO NOE und Polizei präsentieren Sicherheitsbroschüre

Vermeintliche Nachrichten vom Finanzamt oder ein hilferufendes Enkerl: HYPO NOE und die Landespolizeidirektion NÖ geben in einer neuen Broschüre praktische Tipps für mehr Sicherheit im Netz.
Das E-Mail des Finanzamts zur Bestätigung der Steuerrückzahlung, das SMS der Bank zur Aktualisierung der Internetbanking App oder SMS des Kindes oder Enkerls, das dringend Geld benötigt und um eine Überweisung bittet – diese Betrugsversuche trudeln regelmäßig auf den Smartphones ein und sie dabei nur eine von vielen verschiedenen Maschen, die die Kriminellen anwenden, um an Daten oder Bankkonten zu kommen. Deswegen haben die HYPO NOE Landesbank und die Landespolizeidirektion Niederösterreich gemeinsam eine Broschüre mit Tipps zum sicheren Surfen im Internet im Rahmen einer Pressekonferenz mit Innenminister Gerhard Karner, Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko, HYPO NOE Vorstand Wolfgang Viehauser und NÖ Landespolizeikommandant Franz Popp präsentiert.

Bundesminister Gerhard Karner berichtete über einen massiven Anstieg der Cyberkriminalität in den vergangenen Jahren. „Österreichweit sind die Anzeigen in diesem Bereich von 10.000 im Jahr 2015 auf 62.000 im Jahr 2024 gestiegen.“ Allein in Niederösterreich habe man 2015 noch 1.700, 2024 bereits 10.000 Anzeigen gezählt. „Die häufigste Form der Cyberkriminalität – neben Deep Fake und Netzsicherheit – ist der Internet- bzw. Online-Betrug“, erklärte Karner. „Von den 10.000 in Niederösterreich angezeigten Fällen waren 6.000 betrügerische Online-Delikte.“ Deshalb habe man bei der Polizei vor einem Jahr die Kriminaldienstreform eingeleitet, die man nun mit den sogenannten Kriminalassistenzdienststellen in acht Bundesländern mit dem Schwerpunkt Cyber Crime umsetze.
Wir investieren aber auch massiv in Prävention und Vorbeugung, wie eben mit der neuen Broschüre von HYPO und Polizei.
Karner bedankte sich dabei auch beim Land NÖ, „dass man hier Zeit und Geld in die Information der Bevölkerung investiert, denn wir wollen und müssen die Menschen sensibilisieren, gerade in Online-Bereichen wie dem Online-Banking besonders vorsichtig zu sein“, so der Minister.
„Im Berufs- wie auch im Privatleben benutzen viele von uns den digitalen Kalender, privat haben viele von uns die Bank dank Internetbanking immer in der Hosentasche dabei. Umso wichtiger ist, dass einerseits Unternehmen, Institutionen und auch die Öffentliche Hand darauf achten, dass ihre Systeme technisch bestmöglich geschützt sind. Aber andererseits auch jede und jeder von uns weiß, wie er oder sie individuell zu ihrem Schutz beitragen kann – und das schon mit sehr einfachen Maßnahmen! Daher ein großes Dankeschön an die Polizei und die HYPO NOE, dass sie uns mit dieser Broschüre einen sehr guten und kompakten Überblick über die wichtigsten Sicherheitstipps gegeben haben“, erklärt Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko.
Landespolizeidirektor Franz Popp brachte Beispiele von Betrügereien im Internet und erklärte: „Die Betrüger werden immer erfinderischer und wir versuchen seitens der Polizei, die verschiedenen Modi operandi im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit – wie eben mit unserer neuen Broschüre – zu transportieren.“ Die Polizei müsse aber auch Anzeigen von Betroffenen erhalten, unterstrich er: „Wir sind überzeugt, dass viele Opfer diese aus Scham nicht erstatten.“ Wichtig für Privatpersonen sei vor allem, so Popp, „eine gesunde Skepsis an den Tag zu legen, zu hinterfragen und grundsätzlich einmal gar keine Überweisungen zu tätigen.“