Diese Frage bekommen wir oft gestellt. Wir empfehlen, zuerst die Gesamtinvestitionskosten zu ermitteln, die Eigenmittel, Förderungen etc. gegenüberzustellen und dann zu prüfen, ob der benötigte Kreditbetrag monatlich leistbar ist. Bei jeder Kreditanfrage für eine Immobilienfinanzierung prüfen Banken die sogenannte Kreditfähigkeit und die Kreditwürdigkeit (= Bonität).
Die Kreditfähigkeit ist die Fähigkeit einer (natürlichen oder juristischen) Person, rechtswirksam Kreditverträge abzuschließen. In Österreich sind Personen ab dem vollendeten 18. Lebensjahr voll geschäftsfähig und gesetzlich in der Lage, einen Kredit aufzunehmen. Eine weitere Voraussetzung für die Kreditfähigkeit ist die geistige Verfassung. Kreditwürdigkeit beschreibt die Fähigkeit, einen Kredit auch zurückzuzahlen (Selbstauskunft, Haushaltsrechnung).
Bei höheren Finanzierungssummen kann ein höheres Risiko entstehen, daher wird die Kreditwürdigkeit von der Bank beurteilt. Dies geschieht in erster Linie mit einem Rating, bei dem die Einstufung der Bonität eines Kreditnehmers durch das Kreditinstitut vorgenommen wird. Je höher die Bonitätsstufe, desto wahrscheinlicher ist eine Finanzierungszusage und desto besser sind die Konditionen. In unserem „wohnrechner.at“ können Sie diese Berechnung selbstständig durchführen und zu einer ersten Abschätzung Ihrer Möglichkeiten gelangen, ohne vorab mit einem/einer Wohnbauberater:in zu sprechen.
Faktoren eines Ratings:
- Persönliche Angaben (Familiensituation etc.)
- Wirtschaftliche Verhältnisse (Beruf, Einkommen etc.)
- Vorhandenes Vermögen
- Bestehende Verbindlichkeiten
Mögliche Ausschlusskriterien:
- Negative Haushaltsrechnung (zu geringes Einkommen)
- Unregelmäßiges Einkommen
- Überproportional hohe variable Gehaltsbestandteile
- Befristetes Arbeitsverhältnis
- Wenig bis keine Eigenmittel
- Bestehende Kredite zu hoch (Überschuldung)
- Alter bei Finanzierungsanfrage
- Vermerke bei Kreditauskunfteien (KSV 1870, CRIF, Bisnode Austria) -> siehe bestehende Kredite