Ingenieure betrachten einen Plan, während sie in der Mitte einer Fabrik stehen

COVID-19 Hilfs­maßnahmen

Staatlich gefördert

Covid-19 Investitionsprämie

(Anträge seit 01.09.2020 möglich)

Antragsberechtigte:

  • Alle Unternehmen (aller Größen und Branchen), die über einen Sitz und/oder eine Betriebsstätte in Österrreich verfügen und
  • die materielle und immaterielle aktivierungspflichtige Neuinvestitionen (mind. € 5.000 und max. € 50 Mio.) des abnutzbaren Anlagevermögens in Österreich, deren erste Maßnahmen im Zeitraum von frühesten 01.08.2020 und spätestens 31.05.2021 beginnen (Beginn des Projektes, das Projektende kann bis zum 28.02.2022 sein). ACHTUNG: der Antrag muss jedenfalls bis 28.02.2021 gestellt werden (siehe unten Antragstellung) !

Art der Förderung:
steuerfreier, nicht rückzahlbarer Zuschuss in Höhe von 7% der förderfähigen Investitionskosten bzw. 14% bei Investitionen im Bereich Ökologisierung (z.B. in erneuerbare Energien, Biomasseanlagen, thermische Gebäudesanierung, etc.), Digitalisierung (z.B. die Einführung und Verbesserung von IT und Cybersecurity, E-Commerce, mobiles Arbeiten, etc.) und Gesundheit (z.B. Entwicklung und Produktion von medizinischen und pharmazeutischen Produkten, etc)
Details dazu sind auf der Website des AWS, öffnet neues Fenster zu finden.
Antragstellung:
Bis inkl. 28.02.2021 via aws online-Plattform, öffnet neues Fenster.
Abrechnung:
Bei positiver Förderzusage ist binnen drei Monaten ab Inbetriebnahme (spät. 28.02.2022 bzw. spät. 28.02.2024 bei Projekten über EUR 20 Mio.) und Bezahlung der Investition eine Endabrechnung online via aws online-Plattform vorzulegen.
Auszahlung:
Die Prämien wird nach Vorlage der Endabrechnung und durchgeführter Prüfung grundsätzlich als Einmalzahlung unmittelbar ausbezahlt.
Was kann nicht mit der Covid-Investitionsprämie gefördert werden:

  • Investitionen, bei denen vor dem 01.08.2020 oder nach dem 31.05.2021 erste Maßnahmen gesetzt wurden
  • "klimaschädliche" Investitionen (insbes. Investitionen in/mit fossile Energieträger - Ausnahme: Investitionen in bestehende Anlagen, die fossile Energieträger nutzen, wenn dadurch eine substanzielle Treibhausgasreduktion erzielt wird)
  • Fahrzeuge die dem Transport oder der Speicherung fossiler Energieträge dienen oder fossile Energieträger direkt nutzen (d.h. z.B. Fahrzeuge mit konventionellen Antrieb)
  • Erwerb von Grundstücken
  • Bau und Ausbau von Wohngebäuden, wenn diese zum Verkauf oder zur Vermietung an Private gedacht sind
  • Unternehmenskauf/Unternehmensübernahmen
  • Finanzanlagen
  • aktivierte Eigenleistungen

Corona-Hilfs-Fonds (COFAG)

Der Corona-Hilfs-Fonds hilft österreichischen Unternehmen aller Branchen, die aufgrund der Corona Krise schwerwiegende Liquiditätsengpässe am österreichischen Standort haben und vor der Krise wirtschaftlich gesund waren. Die Abwicklung erfolgt über die neugegründete COFAG - Covid-19 Finanzierungsagentur des Bundes GmbH gemeinsam mit AWS, ÖHT und OeKB.

Garantien

Betriebsmittelfinanzierungen für Wareneinkäufe, Personalkosten etc. für wirtschaftlich gesunde Unternehmen (keine "Unternehmen in Schwierigkeiten" gem. EU-Definition, öffnet neues Fenster).

  • Max. Kredithöhe: In Höhe des Liquiditätsbedarfs
  • Laufzeit: Bis zu 5 Jahre mit Verlängerungsmöglichkeit auf weitere 5 Jahre
  • Haftungsquote: 100% bei Krediten an KMU und GU bis max. € 500.000,-; 90% bei Krediten an KMU bis max. € 27,7 Mio. (über AWS) und 90 % bei Krediten an GU (Details siehe unten)
  • Zusätzliche Auflagen: Max. in Höhe eines Quartalsumsatzes bzw. der doppelten Lohn- und Gehaltssumme; bei AG keine Dividendenzahlungen bis 16.3.2021, Vorstandsboni max. 50 % des Vorjahres.
  • Kosten der Garantie: Laufzeitabhängig zwischen 0,25% und 1% p.a. für KMU und 0,5% bis 2% p.a. bei GU (bei 100% Garantie keine Garantiekosten)
  • Antragstellung: GU bei OeKB (Antragsformular und AGB auf der Homepage der COFAG), KMU bei AWS, Tourismus- und Freizeitwirtschaft bis max. Kreditvolumen von € 4,4 Mio. bei ÖHT, sonst bei AWS

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der COVID-19 Finanzierungsagentur des Bundes GmbH (COFAG), öffnet neues Fenster.
Kurzinformation für KMU "Unternehmen in Schwierigkeiten" inkl. Berechnungstool, öffnet neues Fenster

Fixkostenzuschuss

Antragstellung via FinanzOnline: Fixkostenzuschuss I seit 20. Mai 2020, Fixkostenzuschuss II 800.000 seit 23. November 2020 beantragbar

Zur Deckung von Fixkosten (Mieten, Zinsen, Versicherungen oder ähnliches und 50% Wertverlust bei verderblicher/saisonaler Ware, beim Fixkostenzuschuss II erweitert um AfA und Leasingraten).

Details finden Sie auf der Website des Bundesministeriums für Finanzen / Fixkostenzuschuss, öffnet neues Fenster

Zuschusshöhe

Fixkostenzuschuss I (Betrachtungszeitraum 16. März bis 15. September 2020)

UmsatzausfallFixkostenzuschuss in %max. Höhe
40-60%25%bis EUR 30 Mio.
60-80%50%bis EUR 60 Mio.
80-100%75%bis EUR 90 Mio.

Fixkostenzuschuss II 800.000 (Betrachtungszeitraum 16.September 2020 bis 30. Juni 2021)

UmsatzausfallFixkostenzuschuss in %max. Höhe
30-100%linear gestaltet, je nach % des Umsatzausfalls, z.B. 47% Ausfall entsprechen 47% Fixkostenzuschussbis max. EUR 800.000,--

Ausfallsbonus (NEU !)

Im Zuge der Verlängerung des Lockdowns wurde als neue Unterstützung der betroffenen Unternehmen in der Pressekonferenz am Sonntag, dem 17.1.2021 der Ausfallsbonus angekündigt, der bis zum Ende der Pandemie gewährt wird und für alle Unternehmen, nicht nur die von der Schließung unmittelbar Betroffenen, gilt. Mit dieser zusätzlichen Hilfe können bis zu 30% des Umsatzes mit einem Deckel von EUR 60.000,-- pro Monat beantragt werden.
Jedes Unternehmen, das mehr als 40 Prozent Umsatzausfall im Vergleich mit dem jeweiligen Monatsumsatz aus 2019 hat, kann über FinanzOnline diese Liquiditätshilfe beantragen. Der Ersatz beträgt 30 Prozent des Umsatzausfalls und besteht zur Hälfte aus dem Ausfallsbonus und zur Hälfte aus einem Vorschuss auf den Fixkostenzuschuss II 800.000 (siehe oben). Der Ausfallsbonus ist daher an den Fixkostenzuschuss II 800.000 gebunden.
Die Antragstellung kann jeweils ab dem 16. des Folgemonats (z.B.: 16.02. für Jänner), somit erstmals mit 16. Februar 2021 beantragt werden. Der Antrag soll "mit wenigen Klicks" (lt. Aussendung des BMF) monatlich gestellt werden können. Die Überprüfung des Umsatzeinbruches erfolgt im Nachhinein durch einen Steuerberater bei Abgabe des Antrages für den Fixkostenzuschuss II 800.000.

Verlustersatz

Verlustersatz bis max. EUR 3 Mio.

Verluste, die zwischen 16. September 2020 bis 30. Juni 2021 anfallen, können bis zu 70% ersetzt werden (für Klein- oder Kleinstunternehmen - bis max. 50 Beschäftigte: 90%). Die Antragstellung auf Basis einer Prognose (1.Tranche) muss über einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer bis 30. Juni 2021 erfolgen. Kleine Unternehmen können hierfür bis zu EUR 1.000,-- verlusterhöhend anrechnen. Die Endabrechnung (2.Tranche) kann von 1. Juli 2021 bis 31. Dezember 2021 beantragt werden.

Details - auch betreffend Abgrenzung zu den Unterstützungen "Umsatzersatz" und "Fixkostenzuschuss" - finden Sie auf der Webseite des Bundesministeriums für Finanzen/Verlustersatz

Austria Wirtschaftsservice (AWS)

Österreichische kleine und mittlere Unternehmen (gewerbliche und industrielle KMU sowie Freiberufler, Tourismusbetriebe bei Krediten über € 4,4 Mio.)
Kreditzweck: Betriebsmittelfinanzierungen für Wareneinkäufe, Personalkosten etc. für wirtschaftlich gesunde Unternehmen, die wegen der Beschränkungen im Zusammenhang des Corona-Virus über keine oder nicht ausreichende Liquidität verfügen bzw. durch die aktuelle Umsatz- und Ertragsentwicklungen beeinträchtigt sind.

Haftungsquote 100%:

  • Max. Kredithöhe: € 500.000,--
  • Laufzeit: 6 Monate bis zu 5 Jahre
  • Zusätzliche Förderung: keine Bearbeitungs- und Garantiekosten
  • jetzt auch für große Unternehmen

Haftungsquote 90%:

  • Max. Kredithöhe: € 27.700.000,--
  • Laufzeit: 6 Monate bis zu 5 Jahre
  • Garantieentgelt: laufzeitabhängig 0,25% bis 1%

Haftungsquote 80%:

  • Max. Kredithöhe: € 1.500.000,--
  • Laufzeit: 6 Monate bis zu 5 Jahre
  • Zusätzliche Förderung: keine Bearbeitungs- und Garantiekosten

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Austria Wirtschaftsservice, öffnet neues Fenster.

Österreichische Hotel- und Tourismus-Bank (ÖHT)

KMU Tourismus und Freizeitwirtschaft

Kreditzweck: Betriebsmittelfinanzierungen für Kosten, die zu Liquiditätsengpässen durch Umsatzrückgänge führen (tatsächlicher oder prognostizierter Umsatzrückgang zumindest 15%).

Haftungsquote 100%:

  • Max. Kredithöhe: € 500.000,--
  • Laufzeit: 6 Monate bis zu 5 Jahre
  • Zusätzliche Förderung: keine Bearbeitungs- und Garantiekosten

Haftungsquote 90%:

  • Max. Kredithöhe: € 4.400.000,--
  • Laufzeit: 6 Monate bis zu 5 Jahre
  • Garantieentgelt: laufzeitabhängig 0,25% bis 1%
  • Höhere Kreditbeträge: Antrag über AWS

Haftungsquote 80%:

  • Max. Kredithöhe: € 1.500.000,--
  • Laufzeit: 6 Monate bis zu 5 Jahre
  • Zusätzliche Förderung: keine Bearbeitungs- und Garantiekosten

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Österreichischen Hotel- und Tourismus-Bank, öffnet neues Fenster.

Oesterreichische Kontrollbank (OeKB)

Exportorientierte Unternehmen

Kreditzweck: Bereitstellung von Liquidität zur Abfederung des Exportumsatzrückganges, Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes, Standort- und Arbeitsplatzsicherung

  • Max. Kredithöhe: 15% des letztjährigen Exportumsatzes bei KMU und 10% bei GU
  • Betriebsmittelkredite mit Refinanzierung der OeKB im KRR-Verfahren
  • Laufzeit bis zu 2 Jahre mit Verlängerungsmöglichkeit
  • Haftungsquote / Bundesobligo: 50 - 70%

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Oesterreichischen Kontrollbank, öffnet neues Fenster.

Für diese Überbrückungsfinanzierungen werden folgende Unterlagen benötigt

  • Jahresabschluss 2019 sowie (vorläufige) Wirtschaftszahlen 2020
  • Planung Liquiditätsbedarf für die kommenden 2 – 3 Monate (z.B. Personal-, Miet- u. sonstige Fixkosten, Lieferverbindlichkeiten, sonstige Ausgaben)
  • Bankkreditaufstellung
  • Erläuterung bzw. Einschätzung der negativen Auswirkungen in Folge der Corona-Krise (Umsatzausfall, Auftragsrückgänge, etc.)
  • Weitere allenfalls notwendige Unterlagen entnehmen Sie bitte den jeweiligen Homepages

Die Entwicklungen bei den Programmen sind sehr dynamisch, wir werden die Informationen möglichst aktuell halten. Informieren Sie sich bitte auch direkt auf den Internet-Seiten der jeweiligen Förderstellen. Stand: 22.01.2021

Diese Informationen wurden durch die HYPO NOE Landesbank für Niederösterreich und Wien AG erstellt, dienen ausschließlich Ihrer Information und ersetzen keine individuelle Beratung. Die Angaben beruhen auf Informationen, die öffentlich zugänglichen Informationsquellen entnommen sind oder auf ihnen basieren. Diese Informationsquellen werden von uns als verlässlich eingeschätzt. Wir übernehmen für die Vollständigkeit und inhaltliche Richtigkeit dieser Quellen keine Haftung. Insbesondere ist jegliche Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der angebotenen Informationen ausdrücklich ausgeschlossen.